Klöster · Luzzi
Kloster Sambucina

Das Kloster Sambucina, auch Santa Maria di Sambucina genannt, ist eine ehemalige Zisterziensermönchsabtei in Kalabrien. Es befindet sich etwa sieben Kilometer östlich von Luzzi in der Provinz Cosenza, eingebettet im westlichen Teil des Sila-Gebirges auf 780 Metern Höhe.
Das Kloster spielte eine bedeutende Rolle in der Geschichte der Zisterzienser in Unteritalien. Belegt ist eine Landschenkung König Wilhelms II. von Sizilien im Jahr 1166, die den Grundstein für den Aufstieg des Klosters legte. Sambucina gründete sechs Tochterklöster, darunter Novara di Sicilia und Santo Spirito di Palermo. Bekannte Persönlichkeiten wie Joachim von Fiore hielten sich zeitweise in der Nähe auf, und das Kloster beherbergte ein bedeutendes „studium artium“. Nach einem Erdbeben im 16. Jahrhundert wurde die Anlage teilweise neu gestaltet, bevor sie 1780 aufgelöst wurde.
Von der ursprünglichen Klosteranlage aus dem 12. Jahrhundert sind noch Teile des Apsisbereichs und ein Pfeilerpaar des Mittelschiffs erhalten. Die dreischiffige Kirche folgt dem bernhardinischen Plan mit einem vortretenden Querhaus und rechteckigem Chorschluss. Ein Portal aus dem 13. oder 14. Jahrhundert prägt die zurückversetzte Westfassade. Die Umgebung des Sila-Gebirges bietet darüber hinaus landschaftliche Reize für Besucher.
Öffnungszeiten und Eintritt können sich je nach Saison ändern. Vor dem Besuch nachsehen: comunediluzzi.it
Quellen (1)
- Kloster Sambucina (Wikipedia) (CC BY-SA 4.0, bearbeitet)
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