Kirchen · Wieden

Wiener Karlskirche

Karlskirche – Barockmeisterwerk am Karlsplatz

Wiener Karlskirche
C.Stadler/Bwag CC BY-SA 4.0

Die Wiener Karlskirche gilt als bedeutendstes Barockgotteshaus der Stadt. Fischer von Erlach entwarf sie nach der Pestepidemie von 1713; ihre mächtige Kuppel und die beiden markanten Triumphsäulen prägen den Karlsplatz.

Der Innenraum besticht durch Fresken in der Kuppel, die man per Panoramaaufzug aus der Nähe betrachten kann. Die dem heiligen Karl Borromäus geweihte Kirche ist ein Höhepunkt europäischer Barockarchitektur.

Die Wiener Karlskirche ist eine barocke römisch-katholische Kirche im 4. Wiener Gemeindebezirk Wieden. Sie steht an der Südseite des Karlsplatzes, einem zentrumsnahen Platz, und gilt als einer der bedeutendsten barocken Kirchenbauten nördlich der Alpen sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt. Erbaut in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, steht sie unter Denkmalschutz und ist dem heiligen Karl Borromäus geweiht.

Die Kirche verdankt ihre Entstehung einem kaiserlichen Gelübde: Während der Pestepidemie 1713 versprach Kaiser Karl VI. den Bau einer Votivkirche zu Ehren seines Namenspatrons, des Pestheiligen Karl Borromäus. Nach dem Ende der Seuche 1714 wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben, den Johann Bernhard Fischer von Erlach gewann. Sein Entwurf verbindet römische, byzantinische und wienerische Elemente, etwa die Hagia Sophia in Konstantinopel oder die Trajanssäule in Rom. Die Baukosten von über 300.000 Gulden trugen mehrere Länder sowie Strafgelder aus Hamburg.

Vor Ort beeindruckt die Karlskirche durch ihre monumentale Kuppel mit 25 Metern Durchmesser, zwei große Reliefsäulen und weiträumige Wendeltreppen, die an römische Vorbilder anknüpfen. Die Fassade mit ihrem Tempelportikus und den flankierenden Turmpavillons zeigt den Einfluss Berninis und Borrominis. Im Inneren prägen Laaser Marmor, schwarzer Nassauer-Marmor und Reliefarbeiten von Bildhauern wie Johann Baptist Straub die Ausstattung. Die Kirche wirkt heute als architektonisches Gegengewicht zu den Gebäuden von Musikverein und Technischer Universität und bleibt ein zentraler Ort geistlicher und kultureller Veranstaltungen.

Quellen (2)
Adresse
Karlsplatz
Erbaut
1716
Baustil
Barockarchitektur
Architekt
Johann Bernhard Fischer von Erlach
Denkmalstatus
Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich

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