Sehenswürdigkeiten · Ojacastro

Ojacastro

Gemeinde in der spanischen Region La Rioja

Ojacastro
Juanje 2712 CC BY-SA 4.0

Ojacastro liegt am Oberlauf des Río Oja im äußersten Westen der Provinz La Rioja in einer Höhe von knapp 800 Metern. Der Ort ist von mehreren verlassenen Weilern umgeben, darunter Tondeluna, Arviza, Uyarra und San Asensio de los Cantos. Die nächstgrößere Stadt ist Ezcaray, etwa drei Kilometer südlich, und die Kleinstadt Santo Domingo de la Calzada, bekannt als Wegstation des Jakobswegs, befindet sich knapp 12 Kilometer nordöstlich.

Der Ort wurde urkundlich erstmals 939 erwähnt, wobei die Urkunde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert gefälscht wurde. Sicher belegt ist die Nennung in einem Dokument Sanchos II. von Navarra aus dem Jahr 974. Im 11. Jahrhundert gab es verschiedene Namensformen, und im Jahr 1312 erhielten die Orte am Río Oja von Ferdinand IV. von Kastilien die Anerkennung ihrer Gewohnheitsrechte und Steuerprivilegien. Die Bevölkerung sprach lange Zeit baskisch, obwohl das Gebiet politisch zu Kastilien gehörte.

Ojacastro ist vor allem durch seine Renaissance-Pfarrkirche bekannt, die ein Querhaus und gotische Rippengewölbe besitzt. Sie ist als Kulturgut anerkannt und hat ein mit Figuren versehenes Kassettenportal. Auf dem Dorfplatz steht eine Gerichtssäule, die die Selbständigkeit des Ortes symbolisiert. Die Häuser im Ort bestehen meist aus Bruchsteinmauerwerk mit manchmal einem Obergeschoss aus Fachwerk. In San Asensio de los Cantos befindet sich eine romanische Einsiedlerkirche mit einem romanischen Taufbecken.

Quellen (2)
Seehöhe
792 m

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