Sehenswürdigkeiten · Wien
Demel

Der Demel ist eine traditionsreiche Wiener Konditorei am Kohlmarkt 14 im ersten Bezirk, die seit dem 18. Jahrhundert besteht. Ursprünglich als Hofzuckerbäckerei gegründet, führt sie bis heute den Titel eines k.u.k. Hoflieferanten. Das heutige Gebäude am Kohlmarkt wurde nach einem Umzug im Jahr 1888 bezogen und ist innen im prunkvollen Neo-Rokoko-Stil mit Mahagoniholz und Spiegeln gestaltet.
Die Konditorei genießt weltweiten Ruf, nicht nur wegen ihrer historischen Bedeutung, sondern auch durch ihre berühmten Kreationen. Die „Demel’s Sachertorte“ ist eine Variante der klassischen Sachertorte, die hier seit Generationen handgefertigt wird. Daneben prägen originelle Lebkuchenfiguren, die auf Modelle aus der Sammlung des Grafen Wilczek zurückgehen, sowie weitere Spezialitäten wie die Demeltorte oder die Esterházy-Torte das Sortiment.
Vor Ort erwartet Besucher ein barockes Ambiente mit aufwendig gestalteten Auslagen und einem Wintergarten im vierten Stock, der nach einer Renovierung 1996 als Schani- oder Wintergarten genutzt wird. Die Bedienung, traditionell in schwarzer Tracht mit weißer Schürze, spricht Gäste in einer höflichen, distanzierten Form an. Das Interieur mit seinen Spiegeln und Mahagonielementen spiegelt den kaiserlichen Glanz wider, der den Demel seit jeher auszeichnet.
Quellen (1)
- Demel (Wikipedia) (CC BY-SA 4.0, bearbeitet)
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