Sehenswürdigkeiten · Gräfelfing

Gräfelfing

Gemeinde im Landkreis München in Bayern

Gräfelfing
CC BY-SA 3.0

Gräfelfing liegt im südwestlichen Stadtrand von München, im Tal der Würm, und grenzt an die Stadtteile Aubing und Pasing. Die Gemeinde besteht aus zwei Teilen, Gräfelfing und Lochham, die sich östlich und westlich der A 96 befinden. Die Orte sind mit Planegg und Hadern verbunden und liegen in der Münchner Schotterebene. Die Landschaft ist geprägt von Endmoränenhügeln und dem Flusslauf der Würm, der das Tal durchquert.

Gräfelfing wurde erstmals 763 n. Chr. urkundlich erwähnt und war ursprünglich eine bajuwarische Sippensiedlung. Im 13. Jahrhundert wurde Lochham genannt, was auf einen lichten Mischwald hinweist. Die Gemeinde entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einer wohlhabenden Stadt mit Villenkolonien und wurde 1818 zur selbständigen politischen Gemeinde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung stark, und die Gemeinde setzte sich für den Erhalt ihrer „Gartenstadt“-Identität ein.

Die Gemeinde ist bekannt für ihre Kirchen, darunter die Pfarrkirche St. Stefan und die Herz-Jesu-Kirche, die später abgerissen und durch die neue St. Stefan-Kirche ersetzt wurde. Die ehemaligen Villenkolonien prägen das Ortsbild, und die architektonische Vielfalt umfasst verschiedene Stilrichtungen. Der alte Friedhof von Gräfelfing, entworfen von Richard Riemerschmid, ist ein Jugendstil-Beispiel mit harmonischer Anordnung der Grabstellen. Zudem gibt es eine Bronze-Skulptur, die den Todesmarsch von KZ-Häftlingen erinnert.

Quellen (2)
Seehöhe
540 m

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