Sehenswürdigkeiten · Hirschstein

Hirschstein

Gemeinde im Landkreis Meißen, Sachsen, Deutschland

Hirschstein
Wolkenkratzer CC BY-SA 4.0

Hirschstein ist eine ländliche Gemeinde im Landkreis Meißen, Sachsen, im Einzugsgebiet der Sportstadt Riesa. Die Gemeinde liegt im mittleren Teil des Landkreises, am nördlichen Rand der Lommatzscher Pflege und grenzt im Osten an die Elbe. Nachbarstädte sind Meißen (13 km) und Riesa (7 km). Die Bundesstraße 6 verläuft durch die Gemeinde, und Busverbindungen führen nach Riesa und Meißen. Hirschstein ist ein Elbweindorf und touristisch bedeutsam durch den Elberadweg. Unterhalb des Schlosses befindet sich eine Bootsanlegestelle.

Hirschstein hat eine reiche Geschichte, die bis in die Steinzeit zurückreicht. In Althirschstein wurden 100.000 Jahre alte Feuersteinklingen gefunden, die heute im Riesaer Heimatmuseum ausgestellt sind. Das Schloss Hirschstein, das 1291 urkundlich erwähnt wurde, war ursprünglich eine Grenzbefestigung und entwickelte sich später zu einem Wohnschloss. Im Zweiten Weltkrieg diente das Schloss als Gefängnis für den König Leopold von Belgien und als Außenlager des KZ Flossenbürg. Die Gemeinde wurde 1996 in Hirschstein umbenannt und hat heute eine Bevölkerung von etwa 3.000 Einwohnern.

In Hirschstein gibt es mehrere sehenswerte Orte. Das Schloss Hirschstein mit seinem Schlosspark und der frühgeschichtlichen Wehranlage ist ein Highlight. Die Holländerwindmühle in Pahrenz und das Bauernmuseum in Boritz sind weitere Attraktionen. Im Ortsteil Heyda produziert die Fahrzeugmanufaktur Sachsen einen Nachbau des AC Cobra. Regelmäßige Veranstaltungen wie der Ostermarkt am Schloss, das Lampionumzug der Grundschule und das Froschfest in Pahrenz sorgen für kulturelle Angebote. Die Gemeinde verfügt zudem über mehrere Dorfkirchen und Osterbrunnen.

Quellen (1)
Seehöhe
129 m

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