Sehenswürdigkeiten · Achau
Mödlingbach

Der Mödlingbach entspringt am 505 Meter hohen Winkelberg im Wienerwald und mündet bei Achau in die Schwechat. Sein etwa 73 Quadratkilometer großes Einzugsgebiet liegt größtenteils im Wienerwald, wo er früher als wilder Gebirgsbach mit häufigen Überschwemmungen galt. Noch heute erinnert die Nonnenwiese zwischen Gaaden und Hinterbrühl an seinen früheren Namen Nonnenbach. Durch Regulierungen im 19. und 20. Jahrhundert wurden die Hochwasser zwar in tiefer gelegene Gebiete verlagert, doch seit den 1990er Jahren wird in Mödling an einer Rückführung gearbeitet, begleitet von einem Lehrpfad.
Wichtige Zuflüsse wie der Marbach bei Sittendorf oder der Sparbach und Weissenbach prägen den Lauf des Mödlingbachs. Wirtschaftlich prägte er die Region durch Mühlen, die nicht nur Getreide mahlten, sondern auch Sägewerke, Gipsmühlen und Textilbetriebe antrieben. Die Seegrotte bei Hinterbrühl leitet ihr Grundwasser in den Bach ab. Problematisch sind heute wiederkehrende Biberdämme, die zwar die Renaturierung fördern, aber auch neue Gefahren durch Stauwasser schaffen.
Entlang des Baches führt die schmal gebaute Lokalbahn Mödling–Hinterbrühl durch ein enges Tal, das immer wieder von Hochwassern bedroht war. Besonders 1900 wurden die Ufermauern bei Klausen schwer beschädigt. Seit 2003 wird der Bach nach der Wasserrahmenrichtlinie schrittweise renaturiert, um Hochwassersicherheit und ökologische Vielfalt zu verbessern.
Quellen (1)
- Mödlingbach (Wikipedia) (CC BY-SA 4.0, bearbeitet)
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