Sehenswürdigkeiten · Raitenbuch

Raitenbuch

Gemeinde in Bayern

Raitenbuch
Oswald Engelhardt / Osi at de.wikipedia CC BY-SA 3.0

Raitenbuch liegt im Osten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen, südlich von Nürnberg und zwölf Kilometer östlich von Weißenburg. Die Gemeinde befindet sich auf einer Hochfläche der Weißenburger Alb, einem Teilhöhenzug der Fränkischen Alb. Im Süden und Osten grenzt sie an den Landkreis Eichstätt. Durch das Gemeindegebiet führte der Limes. Die Gemeinde ist von Wäldern wie Raitenbucher Forst und Wildhau geprägt. Einziges Fließgewässer ist die Anlauter, ein Nebenfluss der Schwarzach. Die Staatsstraße 2228 verläuft durch Raitenbuch. Im Südwesten liegt das Naturschutzgebiet Laubenbuch. Die höchste Erhebung der Gemeinde ist der Hohlbügel mit 587,3 Metern.

Raitenbuch wurde erstmals 867 als „Rehtinbooh“ urkundlich erwähnt. Der Name bedeutet „Das Gerodete im Buchenwald“ oder „Hof im Walde“. Gräber aus der Steinzeit deuten auf eine frühere Besiedelung hin. 80 n. Chr. erreichten die Römer die Gegend, später verdrängten die Alemannen die Römer. Ab 506 wurde das Land von Frankenbauern besiedelt. Im 14. Jahrhundert erwarb Wilhelm von Reichenau das Dorf und den Burgstall. Im Dreißigjährigen Krieg sank die Einwohnerzahl stark, 1649 wütete die Pest. 1952 bekam Raitenbuch eine Wasserleitung, 1956/1957 den Kanalanschluss. Die Flurbereinigung fand 1959–1962 statt.

Raitenbuch ist von historischen Bauwerken geprägt, darunter der Burgstall, der heute noch bewohnt wird, und die neugotische Kirche aus dem 19. Jahrhundert. Die Gemeinde besitzt auch die Raitenbucher Madonna, eine spätgotische Marienfigur aus dem 15. Jahrhundert. Im Ort gibt es den Bechthaler Weiher, einen Badeweiher, der von einer Quelle gespeist wird. Der Lehrpfad Grubschwart rund um das ehemalige Grubengebiet wurde 2012 eröffnet. Im Raitenbucher Forst entsteht seit 2016 Bayerns größter Waldwindpark. Die Gemeinde ist bekannt für ihre historischen Burgruinen und die lokale Produktion in der Bergmühle.

Quellen (2)
Seehöhe
559 m

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