Abla liegt im Norden der Provinz Almería, eingebettet in die Ausläufer der Sierra Nevada. Der Ort wird vom Río Nacimiento durchflossen und befindet sich etwa 72 Kilometer nordwestlich der Provinzhauptstadt am Mittelmeer. Mit dem Nachbarort Abrucena teilt sich Abla einen Autobahnanschluss an die Autovía A-92. Auf etwa 860 Metern Höhe herrscht ein gemäßigtes bis warmes Klima, wobei der Regen meist außerhalb der trockenen Sommermonate fällt.
Die Wurzeln Ablas reichen bis in die römische Zeit zurück, als der Ort unter dem Namen Abula Longa bekannt war. Später entstand hier ein spätantikes Bistum. Im 8. Jahrhundert prägten berberische Siedler aus Nordafrika den Ort, der erst im 15. Jahrhundert durch die Reconquista unter christliche Herrschaft geriet. Nach den Moriskenaufständen im 16. und 17. Jahrhundert verließen viele Muslime die Region, was zu einem vorübergehenden Niedergang führte. Erst durch Zuwanderer aus anderen Teilen der Iberischen Halbinsel erholte sich der Ort langsam.
Besonders sehenswert ist ein restauriertes Mausoleum aus dem 2. oder 3. Jahrhundert. Die Kirche Iglesia de la Anunciación entstand im 16. Jahrhundert und wurde nach Zerstörungen im Mudéjar-Stil wiederaufgebaut. Ein steinerner Wappenschild aus dem Jahr 1686 erinnert an die Abstammung von den Königen von Granada. In der Umgebung finden sich kupferzeitliche Siedlungsreste der Los-Millares-Kultur. Heute prägen Oliven- und Mandelplantagen die Landschaft, während ein Windpark auf dem Gemeindegebiet erneuerbare Energien nutzt.