Adelboden liegt im Berner Oberland am Ende des Engstligentals, wo die Engstlige ins Kandertal mündet. Das Dorfzentrum befindet sich auf einer sonnigen Terrasse über dem Tal auf etwa 1350 Metern Höhe, während der höchste Punkt der Gemeinde, der Grossstrubel, 3242 Meter erreicht. Die Landschaft ist geprägt von subalpinen Wäldern und alpinem Weideland, dazu gehören markante Berge wie der Wildstrubel oder das Tschenten mit seiner Bergbahn. Zur Gemeinde zählen mehrere Bäuerten wie Ausserschwand oder Hirzboden, die sich über das ganze Tal verteilen.
Der Name Adelboden taucht erstmals 1409 auf und geht vermutlich auf das Alpenrispengras zurück, das hier wächst. Schon früher war die Gegend als Wald bekannt, und die Bewohner lebten von Viehzucht und Milchwirtschaft, wobei sie im Jahresverlauf zwischen Tal und Alpen wechselten. Im 16. Jahrhundert schloss sich das Dorf der Reformation an, und die Bewohner bauten 1433 auf eigene Kosten eine Kirche. Lange Zeit bestand Adelboden aus verstreuten Siedlungen ohne geschlossenen Kern, bis der Tourismus ab dem späten 19. Jahrhundert die Entwicklung prägte – angefangen mit der ersten Fremdenpension 1873 und der Eröffnung der Zugangsstraße 1884.
Heute ist Adelboden vor allem als Wintersportort bekannt, mit über 170 Kilometern Pisten und einer Weltcup-Riesenslalom-Strecke. Die Skiregion Adelboden-Frutigen-Lenk zieht Gäste an, und das Wanderwegenetz umfasst rund 300 Kilometer. Ein besonderes Wahrzeichen ist das Mundartlied „Vogel-Lisi“, das in den 1950er Jahren entstand. Neben Tourismus und Landwirtschaft spielt auch die Berner Alpkäse-Herstellung eine Rolle, der nur hier erhältlich ist. Ein weiteres Highlight ist das Pfadfinderinnenzentrum Our Chalet, eines der Weltzentren der World Association of Girl Guides and Girl Scouts.