Allariz liegt im Nordwesten Spaniens, in der Provinz Ourense, die zu Galicien gehört. Die Stadt schmiegt sich an das Ufer des Arnoia und ist nur etwa fünfzehn Kilometer von der Provinzhauptstadt Ourense entfernt. Durch seine malerische Lage zieht sie Besucher an, die hier Sommerhäuser errichten.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis zu einer Burg zurück, die einst den Arnoia überragte. Eine Legende führt ihre Gründung auf den suebischen Häuptling Alarich zurück, der ihr den Namen Villa Alaricii gab. Im zwölften Jahrhundert entstand auf dem Hügel über der heutigen Stadt eine königliche Festung, die während der Kriege gegen Portugal eine wichtige Rolle spielte. Alfons VII. von Kastilien verlieh Allariz den Titel einer Stadt, und die Burg wurde zu einem Ort der Bildung für Fürsten. Später geriet die Stadt zwischen königliche und bischöfliche Macht, bis sie an den Grafen von Benavente fiel. Im fünfzehnten Jahrhundert widerstand Allariz einer monatelangen Belagerung durch die Irmandiños, bevor es eine Blütezeit erlebte.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild der Stadt. Die französische Invasion während der Napoleonischen Kriege hinterließ Spuren, doch Allariz bewahrte seinen Charme. Die einstige jüdische Gemeinde lebte in einem eigenen Viertel, das später streng abgegrenzt wurde. Die Nähe zur Provinzhauptstadt und die landschaftliche Schönheit machen Allariz zu einem beliebten Ziel für Touristen und Erholungssuchende.