Allstedt liegt im Südwesten Sachsen-Anhalts, nahe der thüringischen Grenze. Die Stadt wird von zwei Flüssen durchzogen: der Rohne aus dem Hornburger Sattel und der Helme, die bei Katharinenrieth nach Süden zur Unstrut abbiegt. Umgeben ist Allstedt von den Ausläufern des Südharzes im Norden, dem Kyffhäuser-Gebirge im Westen und dem Naturpark Saale-Unstrut-Triasland im Südosten. Nachbarorte sind unter anderem Mansfeld im Norden und Querfurt im Osten.
Erstmals erwähnt wird Allstedt im 5. oder 6. Jahrhundert als althüringisches Dorf. Im Mittelalter war es ein wichtiger Königshof und später Kaiserpfalz. Die Wigberti-Kirche entstand um 1200 als Steinbau, und 1425 erhielt Allstedt die Stadtrechte. Thomas Müntzer wirkte hier als Pastor und hielt 1524 die berühmte Fürstenpredigt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt schwer getroffen, und die Pest forderte 1681 viele Opfer.
Besonders sehenswert ist die ehemalige Pfalz Allstedt, die heute als Schloss und Museum dient. Auf dem Gelände finden regelmäßig Veranstaltungen statt, darunter ein Biergarten unter einem Blauglockenbaum. Die Stadt pflegt Partnerschaften mit Vrbove in der Slowakei, Vítkov in Tschechien und Trendelburg in Hessen.