Altındağ, türkisch für „goldener Berg“, ist ein Stadtteil im Herzen der türkischen Hauptstadt Ankara. Er erstreckt sich vom historischen Kern der Stadt bis in die nördlichen Vorstädte und umfasst sowohl dicht bebaute Gebiete als auch ländlich geprägte Zonen jenseits des Autobahnrings. Im Westen grenzt er an Yenimahalle, im Nordwesten an Keçiören, im Norden an Pursaklar und im Osten an Elmadağ. Der Bezirk beherbergt den Hauptbahnhof Ankaras und den Justizpalast am Südrand nahe der Grenze zu Çankaya.
Der Name geht auf ein älteres Stadtviertel zurück, das auf einem Höhenzug nördlich der Zitadelle liegt. Ursprünglich war Altındağ der Zentralbezirk der Provinz Ankara, bevor er 1983 als Teil der neu gegründeten Großstadtkommune den heutigen Namen erhielt. Das Viertel war einst durch steile Gassen geprägt, die Transporte nur mit Lasttieren ermöglichten. Wirtschaftlich lebt der Bezirk von Handel, Handwerk und Industrie, wobei die ländlichen Gebiete traditionell landwirtschaftlich genutzt werden.
Altındağ ist reich an historischen Bauwerken und kulturellen Einrichtungen. Dazu zählen die Zitadelle mit ihrem ummauerten Wohnviertel, die Hacı-Bayram-Moschee mit dem Mausoleum des Dichters und Mystikers Hacı Bayram-i Veli sowie das Museum für anatolische Zivilisationen in osmanischen Gebäuden. Grüne Oasen wie der Gençlik Park und der Altınpark bieten Erholung. Das Viertel Ulus war in der Frühzeit der Republik das politische Zentrum und beherbergt heute ein berühmtes Reiterstandbild Atatürks.