Angle liegt auf der Südseite des Eingangs zur Milford Haven Waterway in Pembrokeshire, Wales. Der Ort ist von einer wilden Küstenlandschaft geprägt, die aus Sand- und Schlickflächen besteht und von Felsvorsprüngen durchzogen wird. Westlich des Dorfes erstreckt sich die geschützte Bucht mit ihrem Sandstrand, während im Osten die Reste einer mittelalterlichen Landwirtschaft sichtbar sind. Die Gemeinde zählt zu den ruhigen Orten der Region, auch wenn die Schule und der Dorfladen zeitweise geschlossen waren.
Die Geschichte des Ortes reicht bis ins Mittelalter zurück, als hier eine Pele-Turm-Burg entstand. Im 15. Jahrhundert gründete ein Ritter der Familie Nangle die Sailors’ Chapel, die später als Aufbewahrungsort für die Gebeine ertrunkener Seeleute diente. Im 19. Jahrhundert prägten die Mirehouse-Familie das Dorf, die durch Landkäufe und Umbauten ein viktorianisches Erscheinungsbild schuf. Während des Zweiten Weltkriegs beherbergte die Halbinsel einen Militärflugplatz, und 1996 traf die Ölpest der *Sea Empress* die Küste schwer.
Heute ist Angle vor allem für seine unberührte Natur bekannt, darunter die West Angle Bay mit ihren seltenen Felsbecken, in denen der grüne Seestern lebt. Die Sailors’ Chapel und die Überreste der Burg sind bedeutende Bauwerke, ebenso wie das Globe Hotel, ein Relikt der viktorianischen Ära. Die Rettungsstation der Royal National Lifeboat Institution (RNLI) hat durch spektakuläre Bergungen wie die der *Loch Shiel* mit ihrer Whisky-Ladung lokale Legenden geprägt. Der Archäologe Geoffrey Wainwright, der hier geboren wurde, zählt zu den bekannten Persönlichkeiten des Ortes.