Ansoáin liegt im Norden Navarras, nahe der Hauptstadt Pamplona, und erstreckt sich über zwei gegensätzliche Teile: die historische Altstadt, die sich an den Hängen des Ezcaba-Berges schmiegt, und das moderne Zentrum in der flachen Ebene, das direkt an Pamplona grenzt. Während das ältere Viertel noch den Charme eines kleinen nordnavarrischen Dorfes bewahrt, bildet das neuere Viertel das wirtschaftliche und dienstleistungsorientierte Herz der Gemeinde.
Erstmals erwähnt wird Ansoáin im Zusammenhang mit der Cendea de Ansoáin, einer ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft, zu der es lange gehörte. Der entscheidende Wandel begann in den 1960er-Jahren, als die Nähe zu Pamplona einen starken Zuzug auslöste und aus dem ländlichen Ort eine industrielle Vorstadt entstehen ließ. 1991 wurde Ansoáin schließlich eine eigenständige Gemeinde und löste sich aus der Cendea.
Heute prägt vor allem die dynamische Entwicklung durch die Nähe zu Pamplona das Bild von Ansoáin. Die Altstadt mit ihren traditionellen Strukturen steht im Kontrast zum modernen, gewerblich geprägten Zentrum, das sich in der Ebene ausbreitet. Die Gemeinde ist damit ein typisches Beispiel für den Wandel einer Region, die zwischen ländlichem Erbe und städtischem Wachstum oszilliert.