Argenteuil liegt im äußersten Norden des Pariser Beckens, direkt an der rechten Uferseite der Seine. Die Stadt erstreckt sich über ein weitläufiges Gelände von über 17 Quadratkilometern, das von sanften Hügeln des Parisis im Norden und Osten geprägt ist. Die Höhenunterschiede reichen von etwa 20 Metern nahe dem Fluss bis zu fast 170 Metern auf den Anhöhen. Im Süden bildet die Seine die natürliche Grenze zu den Gemeinden Colombes und Gennevilliers, während im Westen Sartrouville und im Osten Épinay-sur-Seine angrenzen.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die Antike zurück, doch ihre Bekanntheit verdankt sie vor allem mittelalterlichen Legenden und künstlerischen Strömungen. Im 12. Jahrhundert soll hier Héloïse gelebt haben, und die Reliquie der angeblichen Tunika Christi zog über Jahrhunderte Pilger an. Später wurde Argenteuil zu einem Zentrum des Impressionismus, als Maler wie Claude Monet hier wirkten und Georges Braque hier geboren wurde. Ursprünglich lebte die Stadt von Landwirtschaft und Weinbau, bis sie im 19. Jahrhundert eine rasante Industrialisierung erlebte und zur bevölkerungsreichsten Stadt des Départements aufstieg.
Heute prägen verschiedene Gesichter das Stadtbild: historische Viertel mit kollektivem Wohnungsbau wechseln sich mit grünen Hügeln und blumengeschmückten Parks ab. Die Stadt ist stolz auf ihre drei Blumen im Wettbewerb „Ville fleurie“ und beherbergt bedeutende Bauwerke wie die Kathedrale Saint-Denis oder das Institut universitaire de technologie. Trotz sozialer Herausforderungen in einigen Vierteln bleibt Argenteuil ein lebendiger Teil der Pariser Vorstadt mit einer vielfältigen kulturellen Szene.