Arnstadt liegt in der Mitte Thüringens, wo die Gera das hügelige Vorland des Thüringer Waldes durchfließt. Südlich von Erfurt breitet sich das Thüringer Becken aus, während im Süden die Reinsberge und die Alteburg die Landschaft prägen. Die Stadt selbst erstreckt sich auf etwa 300 Metern Höhe, wobei der höchste Punkt, die Halskappe, 605 Meter erreicht.
Die erste urkundliche Erwähnung Arnstadts stammt aus dem Jahr 704, als es in einer Schenkungsurkunde an den Bischof Willibrord genannt wurde. Später wechselte die Stadt mehrfach die Herrschaft, darunter an die Abtei Hersfeld und schließlich an die Grafen von Schwarzburg, die sie bis ins 18. Jahrhundert als Residenz nutzten. Arnstadt war ein wichtiger Handelsplatz für Waid, Wein und Getreide und brachte mit der Thüringer Bratwurst und dem ersten deutschen Weizenbier außerhalb Bayerns kulinarische Traditionen hervor.
Heute ist Arnstadt für seinen gut erhaltenen historischen Kern bekannt, der von einer teilweise erhaltenen Stadtmauer mit Toren wie dem Neutor und dem Riedtor umgeben ist. Die Stadt trägt den Beinamen „Bachstadt“, da Johann Sebastian Bach hier seine erste Anstellung als Organist an der Neuen Kirche hatte. Mit dem Erfurter Kreuz in der Nähe ist Arnstadt zudem ein bedeutender Wirtschaftsstandort am Nordrand des Thüringer Waldes.