Artés liegt auf einem Hügel in der Comarca Bages, etwa 70 Kilometer nordwestlich von Barcelona und 15 Kilometer nordöstlich von Manresa. Die Gemeinde befindet sich in einer Höhe von rund 320 Metern über dem Meeresspiegel und zählt über 6.000 Einwohner.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 889, als die Region nach der Reconquista wiederbesiedelt wurde. Archäologische Funde belegen jedoch eine Besiedlung bereits in der Jungsteinzeit, der iberischen, römischen und westgotischen Epoche. Früher lebten die Menschen vor allem von der Landwirtschaft, später entwickelte sich Artés zu einem wichtigen Weinbaugebiet, bis die Reblauskrise im 19. Jahrhundert die Weinberge zerstörte. Heute wird wieder verstärkt Ackerbau betrieben, doch der Weinbau spielt erneut eine bedeutende Rolle.
Trotz seiner langen Geschichte sind nur wenige Bauwerke erhalten. Von der Burg ist nichts mehr zu sehen, und die ehemalige Pfarrkirche Santa Maria besteht nur noch aus dem unteren Teil des Glockenturms. Die neoromanische Església de Santa Maria in der Unterstadt entstand im 19. Jahrhundert und prägt das Bild des Ortes. In der Umgebung stehen mehrere denkmalgeschützte Landgüter, die teilweise als Weingüter genutzt werden. Bekannt ist Artés auch als Geburtsort des Jesuitenpriesters und Mathematikprofessors Federico Faura.