Assisi liegt in der mittelitalienischen Region Umbrien, etwa zwanzig Kilometer südöstlich der Provinzhauptstadt Perugia. Die Stadt erstreckt sich an den Hängen des Monte Subasio und ist von einer gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer umgeben. Zu ihren Ortsteilen zählen unter anderem Santa Maria degli Angeli und San Vitale. Die Nachbargemeinden reichen von Bastia Umbra bis Valtopina.
Die Wurzeln Assisis reichen bis in die Zeit der Umbrer zurück, die hier eine Akropolis errichteten. Die Römer kolonisierten den Ort im vierten Jahrhundert vor Christus und prägten ihn durch terrassenförmige Bauten und eine Infrastruktur mit Forum, Theater und Amphitheater. Im Mittelalter entwickelte sich Assisi zur freien Kommune und stand im Konflikt mit der Nachbarstadt Perugia. Später wechselten die Herrscher häufig, bis die Stadt schließlich zum Kirchenstaat gehörte. Im Zweiten Weltkrieg bewahrte ein deutscher Offizier die Stadt vor der Zerstörung, indem er sie zur Lazarettstadt erklärte.
Assisi ist vor allem als Geburtsort des heiligen Franz von Assisi bekannt, der den Franziskanerorden gründete, und der heiligen Klara, die den Klarissenorden ins Leben rief. Die Basilika San Francesco mit ihren berühmten Fresken von Giotto und Cimabue zählt zum UNESCO-Welterbe. Auch die Basilika Santa Chiara und die Einsiedelei Eremo delle Carceri ziehen Pilger an. Die Stadt bewahrt zudem römische Bauwerke wie den Tempel der Minerva und mittelalterliche Paläste. Regelmäßig findet hier das interreligiöse Weltgebetstreffen statt.