Aue liegt eingebettet in einem tiefen Talkessel der Zwickauer Mulde am nördlichen Rand des Erzgebirges. Der Ort wird von mehreren Bächen durchzogen, darunter Schwarzwasser und Zschorlaubach, die sich tief in die Landschaft eingegraben haben. Die umliegenden Anhöhen wie der Eichert oder der Gemauerte Stein ragen bis über 600 Meter auf und prägen das Bild der Region. Durch die Lage im Talkessel herrscht ein raues Mikroklima mit häufigen Niederschlägen und kühlen Temperaturen.
Die Geschichte Aues beginnt mit einer Propstei des Augustiner-Chorherrenordens, die 1173 an der Mulde gegründet wurde. Im 16. und 17. Jahrhundert erlebte der Ort durch den Abbau von Eisen-, Silber- und Zinnerzen sowie Kaolinerde eine erste Blütezeit. Später prägten Nickelgewinnung, Metallverarbeitung und Textilindustrie die Entwicklung. Nach dem Zweiten Weltkrieg trieb der Uranabbau durch die SDAG Wismut die Wirtschaft erneut voran.
Heute ist Aue vor allem für seine Sportvereine FC Erzgebirge Aue und EHV Aue bekannt. Die Stadt gliedert sich in mehrere Ortsteile wie Zelle, Auerhammer und Brünlasberg. Die umliegenden Wälder und Flusslandschaften bieten Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere. Ein besonderes Naturdenkmal ist die Staubige Wucherblume, die sich entlang des Schwarzwassertals ausgebreitet hat.