Aurillac liegt im Südwesten des Départements Cantal, eingebettet in ein fruchtbares Becken am Fuß des Cantal-Vulkans. Die Stadt wird von den Flüsschen Jordanne und Mamou durchzogen, die kurz darauf in der Nachbargemeinde Arpajon-sur-Cère in die Cère münden. Als größte Stadt der Region ist sie Sitz der Präfektur und ein wichtiger Verwaltungssitz.
Die Wurzeln Aurillacs reichen bis in die gallo-römische Zeit zurück, wie Reste eines Tempels aus dem ersten Jahrhundert nach Christus belegen. Im Mittelalter entstand um eine im neunten Jahrhundert gegründete Abtei eine Siedlung, die sich zu einem bedeutenden Kloster entwickelte. Aus dieser Abtei ging mit Silvester II. sogar ein Papst hervor. Die Stadt erlebte wirtschaftliche Blüte, bis die Religionskriege des 16. Jahrhunderts schwere Zerstörungen brachten.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild der Stadt: Die Kirche Saint-Géraud mit ihren Steindenkmälern, die Burgruine Château St-Étienne mit dem Vulkanmuseum oder die romanisch-gotische Kapelle Notre-Dame-aux-Neiges. Aurillac ist auch für seine Regenschirmproduktion bekannt, die seit dem 19. Jahrhundert Tradition hat. Persönlichkeiten wie der Papst Silvester II. oder die Pilotin Marie Marvingt verleihen der Stadt historischen und kulturellen Glanz.