Bad Überkingen liegt im Filstal, eingebettet zwischen Höhenlagen von 428 bis 751 Metern. Die Gemeinde gehört zur Region Stuttgart und liegt am Rand der Metropolregion. Sie besteht aus den Ortsteilen Bad Überkingen, Hausen an der Fils, Oberböhringen und Unterböhringen, die früher eigenständige Dörfer waren.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1258, als ein Adliger namens Albreht de Vberchingen in einer Schenkungsurkunde für ein Spital in Nördlingen genannt wird. Der Name geht auf einen alemannischen Sippenführer namens Urbarchio zurück. Im Mittelalter gehörte der Ort den Grafen von Helfenstein, bevor er 1396 an die Reichsstadt Ulm überging. Später wechselte die Herrschaft mehrfach, bis er 1810 zu Württemberg kam. Seit 1927 trägt der Ort den Zusatz „Bad“ und ist seit 1992 als Heilbad anerkannt.
Besonders sehenswert ist die St.-Gallus-Kirche mit ihrer farbenfrohen Decken- und Emporenbemalung aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Das Thermalbad mit seiner Heilquelle, die bereits im 12. Jahrhundert bekannt war, ist ein weiterer Anziehungspunkt. Die Umgebung bietet geschützte Naturlandschaften wie das Naturschutzgebiet Hausener Wand und den Felsen Kahlenstein, der einen weiten Blick über die Alb ermöglicht. Die Gemeinde liegt zudem an der Schwäbischen Albstraße und ist über einen stillgelegten Bahnradweg mit der Region verbunden.