Baildon liegt nördlich von Bradford im Metropolitan Borough Bradford in West Yorkshire. Die Stadt ist Teil eines zusammenhängenden städtischen Gebiets mit Shipley und Bradford und befindet sich auf einem Hügel nördlich des River Aire und des Leeds and Liverpool Canal. Im Norden erstreckt sich Baildon Moor, ein Teil von Rombalds Moor mit alten Steinbrüchen und Spuren des Kohleabbaus. Nachbarorte sind Shipley im Süden und Saltaire im Westen.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus der Bronzezeit, wie die Cup-and-Ring-Markierungen auf Baildon Moor belegen. Der Name leitet sich vom altenglischen „bēgeldūn“ ab, was „Bogenhügel“ oder „Kreishügel“ bedeutet. Im Domesday Book wird Baildon als Beldone und Beldune erwähnt. Im Mittelalter gab es zwei Herrensitze, einen auf Hall Cliffe und einen im unteren Teil des Ortes. Während der Industrialisierung entwickelte sich eine Wollindustrie, und die Ambler-Familie prägte mit ihrem Handel den Ort. Später wurde Baildon zu einer Pendlerstadt für Bradford und Leeds.
Baildon ist bekannt für seine markanten Bauwerke wie die Frances Ferrand-Gedenkfontäne, auch „potted meat stick“ genannt, und die Überreste mittelalterlicher Einrichtungen wie den Dorfstock und eine Sandsteinsäule. Ein besonderes Relikt der Vergangenheit sind die Gypsy Parties, große Volksfeste der Roma-Gemeinschaft, die bis ins 20. Jahrhundert hinein stattfanden. Heute prägen unabhängige Geschäfte und kleine Industriebetriebe das Bild, während die Shipley Glen Cable Tramway als letzte Erinnerung an die früheren Vergnügungsparks dient.