Barbastro liegt im westlichen Vorfeld der Sierra de Guara, wo der Río Vero in etwa 350 Metern Höhe das Land durchzieht. Die Stadt ist rund 120 Kilometer von Saragossa entfernt und bildet den Mittelpunkt der Comarca Somontano de Barbastro. Mit seinen Weinbergen prägt das Gebiet eine jahrhundertealte Tradition, die bis heute weltberühmte Weine hervorbringt.
Erstmals als Barbatius erwähnt, wurde die Stadt im frühen 8. Jahrhundert von den Mauren erobert und trug lange den Namen Madyar. Sie diente sogar als Hauptstadt eines maurischen Emirates, bis sie 1100 während der Reconquista an die Christen fiel. Später wurde hier ein Bistum gegründet, dessen Kathedrale Santa María de la Asunción heute zu den bedeutendsten Bauwerken zählt. Im 19. Jahrhundert entstand eine bedeutende Ordensgemeinschaft, die sich der Altenpflege widmet und deren Wirken bis ins Ausland reicht.
Die spätgotische Kathedrale mit ihren Renaissance- und Barockelementen ist das Herzstück der Stadt. Daneben locken ein archäologischer Garten, das Diözesanmuseum und historische Kirchen wie San Francisco. Ein bekanntes Ziel in der Umgebung ist die Wallfahrtsstätte Torreciudad. Barbastro brachte zudem Persönlichkeiten wie den Gründer des Opus Dei, Josemaría Escrivá de Balaguer, und den Schriftsteller Manuel Vilas hervor.