Bex liegt im unteren Rhônetal im Kanton Waadt, etwa acht Kilometer südöstlich von Aigle. Die Gemeinde erstreckt sich am östlichen Rand des Tales, wo der Fluss Avançon eine breite Schwemmebene geschaffen hat. Im Westen begrenzt der kanalisierte Lauf der Rhône das Gebiet, während im Osten Hügel wie Le Montet und Chiètres die Talebene abschließen. Der weitaus größere Teil des Gemeindegebiets liegt in den Waadtländer Alpen mit steilen Tälern, markanten Felsgraten und hohen Gipfeln wie dem Sommet des Diablerets, der mit über 3200 Metern den höchsten Punkt bildet.
Die erste wirtschaftliche Grundlage schuf der Salzbergbau, der seit dem 17. Jahrhundert systematisch betrieben wurde. Die Salinen prägten über Jahrhunderte das Leben in Bex, bis im 20. Jahrhundert neue Industrien hinzukamen. Neben dem Salzabbau spielten später Gips-, Papier- und Metallverarbeitung eine wichtige Rolle. Die Gemeinde entwickelte sich so zu einem industriellen Zentrum, während die Landwirtschaft durch die vielfältigen Höhenlagen geprägt bleibt – von Weinbergen an den Hügeln bis zu Alpweiden in den Bergen.
Heute ist Bex vor allem für sein Salzbergwerk bekannt, das als Museum zugänglich ist. Ein beliebter Wanderweg, der Sentier du Sel, verbindet Salin-sur-Ollon mit Bex. Im Ort befindet sich zudem ein botanischer Garten, der Alpengarten Thomasia, und eine nationale Ausstellung für zeitgenössische Bildhauerei. Die verkehrsgünstige Lage an der Hauptstraße und der Eisenbahnlinie nach Sion sowie der Anschluss an die Autobahn machen Bex gut erreichbar.