Bítov liegt in Südmähren nahe der Thaya, einem Fluss, der durch das Tal fließt. Die Gemeinde entstand aus zwei Teilen: dem ursprünglichen Dorf im Schelletautal und einer späteren Neuansiedlung auf der Hochebene oberhalb des Thayatals. Die Burg Bítov prägt seit Jahrhunderten die Landschaft, während die umliegenden Hügel und Wälder das Bild bestimmen.
Der Name Bítov geht vermutlich auf den lateinischen Ausdruck „Vetus Via“ zurück, was „alter Weg“ bedeutet. Das Dorf wurde erstmals um das Jahr der ersten Burgnennung herum erwähnt, während die heutige Siedlung durch den Bau der Thaya-Talsperre entstand. Damals musste der alte Ort dem aufgestauten Wasser weichen, und die Bewohner zogen in die neu errichtete Siedlung. Ein bekannter Historiker, der hier geboren wurde, prägte später die osteuropäische Geschichtswissenschaft.
Heute ist Bítov vor allem für seine Burg und das Autoveteranen-Museum bekannt. Die Ruine der Burg Zornstein in der Nähe zieht Besucher an, und an der Thaya gibt es mehrere Campingplätze. Ein markantes Überbleibsel des versunkenen Dorfes war lange Zeit der Turm der Dreifaltigkeitskapelle, der aus dem Stausee ragte, bis er schließlich ebenfalls verschwand.