Bockhorn liegt im Zentrum Oberbayerns, am Ostrand des Erdinger Mooses. Der Hauptort ist ein Pfarrdorf und wird von der Strogen durchflossen, die den westlichen Teil mit flacher Schotterebene von den hügeligen Gebieten im Osten trennt. Er ist sieben Kilometer von der Kreisstadt Erding entfernt und etwa 20 Kilometer vom Flughafen München.
Die Gegend war schon früh besiedelt, wie Funde aus der Jungsteinzeit und Bronzezeit zeigen. Kelten hinterließen Spuren wie eine Viereckschanze bei Papferding, bevor die Römer das Gebiet eroberten. Im Mittelalter prägten Klöster wie Freising die Entwicklung, und Orte mit der Endung -ing verweisen auf frühe bajuwarische Siedler. Der Name Bockhorn tauchte erstmals 926 als „Paccharun“ auf und bedeutet „Leute am Bach“.
Heute ist Bockhorn vor allem für seine barocken Kirchen bekannt, die von Baumeistern wie Johann Baptist Lethner gestaltet wurden. Das Schloss Grünbach und die Pfarrkirche Mariä Heimsuchung zählen zu den Sehenswürdigkeiten. Die Gemeinde pflegt eine Partnerschaft mit Magnac-sur-Touvre in Frankreich und bietet mit einem Golfplatz und dem Bundesinstitut für Pflanzengenetik auch überregionale Bedeutung.