Bohušov liegt im Zuckmanteler Bergland, wo die Hrozová in die Osoblaha mündet. Fünf Kilometer südlich von Osoblaha erstreckt sich das Dorf über das Tal der Osoblaha, nahe der polnischen Grenze. Nachbarorte sind im Norden Osoblaha, im Osten Kašnice und im Süden Ostrá Hora. Jenseits der Grenze liegen im Nordosten Sławoszów und im Südosten Głubczyce.
Die Siedlung entstand im 13. Jahrhundert durch planmäßige Besiedlung unter Bischof Bruno von Schauenburg. Zunächst als Gottfriedsdorf gegründet, erhielt sie später den Namen Füllstein nach der Burg, die Herbort von Fülme errichtete. Die Burg und der Ort wechselten mehrfach die Besitzer, darunter die Sedlnitzky von Choltitz und die Familie von Hoditz. Im Dreißigjährigen Krieg wurden Burg und Dorf schwer beschädigt. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg lag Füllstein an der Grenze zu Schlesien und erhielt 1898 Anschluss an die Schmalspurbahn. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort in Bohušov umbenannt und verlor durch Vertreibungen viele Einwohner.
Bohušov prägt die Ruine der mittelalterlichen Burg und die barocke St.-Martins-Kirche, die nach einem Brand im frühen 19. Jahrhundert neu gestaltet wurde. Die Schmalspurbahn Třemešná ve Slezsku–Osoblaha verbindet das Dorf mit der Umgebung. Zu den Persönlichkeiten zählt der deutschnationale Politiker Anton Seidel. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortsteile wie Dolní Povelice und Karlov sowie kleinere Ansiedlungen wie die Buschmühle.