Borkum ist die westlichste Insel der ostfriesischen Gruppe in der Nordsee. Sie gehört zum niedersächsischen Landkreis Leer und ist Teil einer Inselkette, die sich westlich von Juist erstreckt. Die Insel beherbergt einen eigenen Flughafen und ist durch ihre windige Lage geprägt.
Schon lange vor der NS-Zeit galt Borkum als ein Ort mit ausgeprägtem Antisemitismus, der jüdischen Gästen den Zutritt verweigerte. Während des Zweiten Weltkriegs diente die Insel als Stützpunkt für Minen legende Wasserflugzeuge der Luftwaffe und wurde mehrfach von der britischen Luftwaffe angegriffen. In jüngster Zeit sorgte ein alter Brauch für Aufsehen: das Klaasohm-Fest, bei dem junge unverheiratete Männer Frauen mit Kuhhörnern jagen und schlagen dürfen – eine Tradition, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht und erst nach öffentlichen Protesten eingeschränkt wurde.
Heute ist Borkum nicht nur für seine Dünenlandschaft und den Windpark Riffgat bekannt, sondern auch für den lebhaften Tourismus. Der Windpark besteht aus dreißig Turbinen und fördert nachweislich die Ansiedlung von Hummern und anderen Meerestieren. Die Insel unterhält eine Partnerschaft mit der niederländischen Gemeinde Warffum.