Borna liegt im Süden der Leipziger Tieflandsbucht, eingebettet in eine von Braunkohleabbau geprägte Landschaft. Der kleine Fluss Wyhra durchzieht die Stadt, die von ausgedehnten Tagebaugebieten und Seen des Leipziger Neuseenlands umgeben ist. Südöstlich erstreckt sich das Kohrener Land, während Leipzig etwa 30 Kilometer entfernt liegt. Nahegelegene Städte wie Altenburg, Grimma und Zeitz sind nur wenige Kilometer entfernt.
Die Geschichte Bornas reicht bis ins 9. Jahrhundert zurück, als eine Wasserburg entstand, die später eine frühstädtische Siedlung um den heutigen Königsplatz schützte. Die planmäßige Marktniederlassung wurde erstmals 1200 erwähnt, und 1251 erhielt Borna Stadtrechte. Im Mittelalter wurde die Stadt mehrfach zerstört, doch wichtige Handelswege wie die Salzstraße prägten ihre Entwicklung. Bauwerke wie die romanische Kunigundenkirche und das erhaltene Reichstor zeugen von dieser Zeit. Wirtschaftlich war lange die Landwirtschaft bestimmend, besonders der Zwiebelanbau, der Borna den Spitznamen „Zwibbel-Borne“ einbrachte.
Heute ist Borna vor allem als Verwaltungszentrum bekannt und beherbergt bedeutende Bauwerke wie das Rathaus und die Alte Wache. Die Stadt war Standort eines berühmten Reiterregiments, dessen blaue Uniformen ihm den Beinamen „Blaue Reiter“ einbrachten. Die Umgebung mit ihren Tagebaurestlöchern und Seen lädt zu Ausflügen ein, während die Innenstadt mit historischen Gebäuden und dem städtischen Museum Besucher anzieht.