Bremerhaven liegt als Exklave der Freien Hansestadt Bremen am Ostufer der Weser, wo diese sich zur Nordsee hin öffnet. Die Stadt erstreckt sich länglich entlang der Unter- und Außenweser und ist von niedersächsischen Gebieten umgeben, darunter der Landkreis Cuxhaven. Das Stadtgebiet ist maximal fünfzehn Kilometer lang und elf Kilometer breit, mit Höhenlagen zwischen null und zwei Metern über Normalnull. Die höchste natürliche Erhebung ist ein Ausläufer der Hohen Lieth mit elf Metern, während künstlich aufgeschüttete Hügel wie der Leherheider Tunnelberg höher ragen.
Die Gründung der Stadt geht auf das Jahr achtzehnhundertsiebenundzwanzig zurück, als Bremen Gelände an der Geestemündung erwarb. Zuvor gab es hier bereits ältere Siedlungen wie Weddewarden, Geestendorf und Wulsdorf, die seit dem elften und zwölften Jahrhundert urkundlich erwähnt werden. Bremerhaven entwickelte sich aus dem Alten Hafen von achtzehnhundertdreißig zu einem bedeutenden Auswandererhafen und später zu einem Zentrum für Handel, Industrie und maritime Forschung. Heute prägen Hochschulen, Technologiezentren und Museen wie das Deutsche Schifffahrtsmuseum das Bild.
Die Stadt versteht sich als Seestadt, geprägt vom weiten Mündungstrichter der Weser. Zu ihren markanten Bauwerken zählen der Leuchtturm, das Deutsche Auswandererhaus und das Klimahaus. Die Weser, Geeste und andere Flüsse durchziehen das Gebiet, das zwischen Marschlandschaften und Geestausläufern liegt. Bremerhaven ist zudem bekannt für seine maritime Kultur und die Verbindung zu Nordsee und Atlantik.