Brig-Glis liegt im deutschsprachigen Teil des Wallis, eingebettet zwischen den Berner und Walliser Alpen. Die Gemeinde erstreckt sich von der Talebene der Rhone bis zu den Gipfeln der Weissmiesgruppe, wo das Spitzhorli auf über 2700 Meter aufragt. Zu ihr gehören die Ortsteile Brig, Glis mit dem Weiler Gamsen sowie Brigerbad, während sie im Bezirk Brig an Naters, Termen und Ried-Brig grenzt.
Die heutige Gemeinde entstand 1973 durch den Zusammenschluss der früheren Gemeinden Brig, Glis und Brigerbad. Ihre Bedeutung wuchs mit dem Bau des Simplontunnels, der 1906 den Anschluss an das europäische Schienennetz herstellte und Brig zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt machte. Zuvor hatte die Saltina immer wieder für verheerende Überschwemmungen gesorgt, bis eine Hubbrücke 1997 die Hochwassergefahr bannte.
Brig-Glis ist nicht nur wirtschaftliches Zentrum des Oberwallis, sondern auch kulturell geprägt durch Bauwerke wie das Stockalperschloss oder den Rittersaal. Die Gemeinde pflegt Partnerschaften mit italienischen und argentinischen Städten und brachte Persönlichkeiten wie die Bundesrätin Viola Amherd oder den Skirennfahrer Silvan Zurbriggen hervor. Regelmäßige Veranstaltungen in der Simplonhalle und das lebendige Vereinswesen unterstreichen die dynamische Entwicklung des Ortes.