Bruntál liegt eingebettet in den sanften Hügeln des Niederen Gesenke, eines Gebirgszugs in den Sudeten. Der Schwarzbach durchfließt das Tal, während vulkanische Kuppen wie der Köhlerberg mit seiner Wallfahrtskirche „Maria Hilf“ die Silhouette prägen. Die Stadt wird von weiteren markanten Erhebungen wie dem Großen Räutenberg umgeben, dessen Basaltkegel an die vulkanische Vergangenheit erinnert.
Gegründet als Freudenthal, zählt die Stadt zu den ältesten böhmischen Königsstädten und wechselte mehrfach die Herrschaft. Nach der Zerstörung durch Matthias Corvinus und der Konfiszierung nach der Schlacht am Weißen Berg kam sie unter die Verwaltung des Deutschen Ordens. Jahrhundertelang prägte der Bergbau das Bild, sichtbar im Stadtwappen mit dem Bergmann. Später entwickelte sich die Textilindustrie, die für ihre schlesischen Hausleinwände bekannt wurde.
Heute besticht Bruntál durch seinen historischen Kern mit Schloss und barocker Pfarrkirche. Die Wallfahrtskirche auf dem Köhlerberg ist über eine alte Lindenallee erreichbar, während der Stausee Slezská Harta mit seiner barocken Kirche St. Johannes von Nepomuk lockt. Die Stadt pflegt Partnerschaften mit Orten in Deutschland, Polen und Italien und bewahrt ihr kulturelles Erbe trotz industrieller Umbrüche.