Bytom liegt in Oberschlesien auf etwa 309 Metern Höhe am Ursprung des Beuthener Wassers, rund 85 Kilometer nordwestlich von Krakau. Die Stadt gehört zur Woiwodschaft Schlesien und ist Teil des Oberschlesischen Kohlereviers, das zu den größten Steinkohlevorkommen Mitteleuropas zählt. Traditionell prägte der Steinkohlebergbau die Region, wobei heute nur noch die Carsten-Zentrum-Grube aktiv ist.
Die erste Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr, als ein Burgwall der Wislanen entstand und Bithom im Zusammenhang mit Kohlefunden genannt wurde. Im 12. Jahrhundert wechselte Bytom mehrfach die politische Zugehörigkeit, bevor es 1254 deutsches Stadtrecht erhielt. Als Sitz eines Herzogtums und später eines Krakauer Dekanats entwickelte sich die Stadt zu einem regionalen Zentrum. Durch die Industrialisierung und den Bergbau erlebte Bytom im 19. Jahrhundert einen wirtschaftlichen Aufschwung.
Heute prägen historische Bauwerke und moderne Einkaufszentren das Stadtbild. Das Zentrum mit Bahnhofsstraße und Marktplatz ist verkehrsfrei gestaltet, während einige Gebäude aufgrund des früheren Bergbaus schief stehen. Ein neues Einkaufszentrum im Stadtkern symbolisiert den Wandel der Stadt. Die Spuren der jüdischen Gemeinde, die während des Holocaust vernichtet wurde, erinnern an die dunkle Vergangenheit.