Caen liegt im französischen Département Calvados an der Orne, etwa fünfzig Kilometer von der Kanalküste entfernt. Der Fluss mündet dort ins Meer, während die Stadt selbst auf einer Höhe über dem Wasserlauf thront. Als größte Stadt der Region beherbergt sie zahlreiche Einwohner und dient zugleich als Verwaltungssitz des Départements.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Caen im elften Jahrhundert, doch seine Wurzeln reichen weiter zurück. Der Name könnte auf eine keltische Bezeichnung für Schlachtfeld hindeuten. Im Mittelalter entwickelte sich die Stadt unter normannischen Herzögen zu einem politischen und geistigen Zentrum, geprägt durch Bauwerke wie die Abtei Saint-Étienne und die Abbaye aux Dames. Später wurde Caen von englischen und französischen Herrschern umkämpft, überstand Pest und Kriege und beherbergte sogar eine kurzlebige Universität.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild der Stadt, darunter die Klöster aus dem elften Jahrhundert. Die Umgebung mit dem Fluss und den nahegelegenen Megalithanlagen lädt zu Ausflügen ein. Caen ist zudem bekannt für seine Rolle in der französischen Geschichte, etwa durch die Figur Charlotte Corday oder die Ereignisse während der Revolution.