Calamocha liegt in der spanischen Region Aragonien, etwa 75 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Teruel. Der Ort befindet sich auf etwa 900 Metern Höhe am Fluss Jiloca und ist über die Autobahn A-23 gut erreichbar. Madrid ist rund 265 Kilometer entfernt. Trotz der Höhenlage sind die Temperaturen meist mild, nur nachts und im Winter wird es kühl. Der Jahresniederschlag beträgt etwa 450 bis 550 Millimeter, wobei der Regen vor allem im Winter fällt.
Die Geschichte Calamochas reicht bis in die Römerzeit zurück, als hier eine Straße von Saragossa nach Córdoba verlief. Eine gut erhaltene römische Brücke über den Jiloca stammt aus dieser Epoche. Später prägten die Mauren die Gegend, die ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem hinterließen. Im Mittelalter spielte der Ort eine Rolle während der Reconquista; El Cid hatte hier zeitweise sein Quartier. König Alfons I. von Aragonien siedelte nach der Rückeroberung verdiente Untertanen aus Navarra und der Gascogne an. Im Spanischen Erbfolgekrieg siegten 1706 die Truppen des Erzherzogs Karl in einer Schlacht bei Calamocha.
Heute ist Calamocha bekannt für seine historischen Bauwerke. Eine angebliche Römerbrücke überspannt den Jiloca, und am Ortsrand steht ein spätmittelalterliches Gebäude, das mit El Cid in Verbindung gebracht wird. Die Kirche Iglesia de la Asunción de Nuestra Señora beeindruckt mit einem spätbarocken Portal im Churriguerismus-Stil. In der Nähe des Ortes, im Weiler Olalla, erhebt sich ein imposanter Mudéjar-Glockenturm einer ehemaligen Kirche.