Calau liegt in der Niederlausitz, südlich des Spreewaldes und am Rand des Naturparks Niederlausitzer Landrücken. Die Stadt grenzt im Norden an Lübbenau und im Osten an Vetschau, während im Süden Luckaitztal und Bronkow liegen. Mit dem Kesselberg erreicht das Gelände eine Höhe von 161 Metern, während die Calauer Schweiz südlich der Stadt für ihre hügelige Landschaft bekannt ist. Im Westen an der Grenze zu Luckau erstreckt sich der Drehnaer See, und nördlich von Zinnitz liegt der Lichtenauer See.
Erstmals erwähnt wurde Calau 1279 unter dem Namen Calowe, wobei der sorbische Ursprung auf eine Siedlung an sumpfigem Gelände hindeutet. Im Mittelalter gehörte die Stadt wechselnd den von Ileburg und den Habsburgern, bis sie 1635 an das Kurfürstentum Sachsen fiel. Wiederholt zerstörten Brände und Kriege die Stadt, darunter im Dreißigjährigen Krieg und durch Truppen Wallensteins. Im 18. und 19. Jahrhundert prägten Bierbrauerei und Branntweinbrennerei das wirtschaftliche Leben, bevor Calau 1815 preußisch wurde und zur Kreisstadt aufstieg.
Heute ist Calau als Heimat der Kalauer bekannt, was auf die Satirezeitschrift Kladderadatsch und ihre Rubrik „Aus Kalau wird berichtet…“ zurückgeht. Das Rathaus und die Stadtkirche zählen zu den markanten Bauwerken, wobei Teile der historischen Wasserleitung aus Holzrohren noch erhalten sind. Die sorbische Kultur spielt eine Rolle, da die Stadt zum Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden gehört. Die umliegenden Seen und der Naturpark bieten Erholungsmöglichkeiten, während die Heinz-Sielmann-Stiftung naturnahe Flächen betreut.