Cheb liegt im äußersten Westen Tschechiens, wo der Fluss Eger das Landschaftsbild prägt. Die Stadt gehört zur Region Karlsbad und ist Teil des historischen Egerlands, das sich bis nach Deutschland erstreckt. Im Norden und Südwesten grenzt sie an deutsche Gebiete, während im Osten und Süden weitere tschechische Orte folgen. Die Umgebung ist von vulkanischen Erhebungen wie dem Kammerbühl und dem Eisenbühl geprägt, die zu den jüngsten Vulkanen Böhmens zählen. Zwei Stauseen in der Nähe bieten Möglichkeiten für Wassersport.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr als Egire, später entwickelte er sich zu einer bedeutenden Reichsstadt des Heiligen Römischen Reiches. Im Mittelalter war Cheb ein Zentrum für Handel und Politik, etwa durch die Goldbulle von Eger oder den Vertrag von Eger, der Grenzen festlegte. Die Stadt erlebte Kriege, Brände und Vertreibungen, darunter die Ermordung Wallensteins oder die Vertreibung der jüdischen Gemeinde. Wirtschaftlich lebte sie lange von Handel und Handwerk, bis sich Industrie ansiedelte.
Heute ist Cheb bekannt für sein historisches Stadtzentrum mit mittelalterlichem Flair und dem markanten Stadtwappen, das an die Reichsstadtzeit erinnert. Die vulkanischen Hügel in der Nähe ziehen Besucher an, ebenso wie die beiden Stauseen. Die Stadt verbindet tschechische und deutsche Geschichte und ist ein Ort zwischen zwei Kulturen.