Chevroux liegt im Schweizer Mittelland am Südufer des Neuenburgersees, etwa acht Kilometer nördlich von Payerne. Das Haufendorf erstreckt sich leicht erhöht über dem flachen Seeufer, das von einem breiten Schilfgürtel und einem anschließenden Waldgürtel gesäumt wird. Die Gemeinde umfasst ein Gebiet, das vom Seeufer bis zu einem Höhenrücken reicht, auf dem der höchste Punkt bei 485 Metern über Meer liegt. Zu Chevroux gehören die Ortsteile Chevroux-Dessus am Hang, Chevroux-Dessous nahe dem Ufer sowie der Weiler La Motte auf dem Höhenrücken. Im Osten grenzt die Gemeinde an den Kanton Freiburg, im Norden an Grandcour.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung auf dem Gemeindegebiet reichen bis in die Steinzeit zurück, als am Seeufer Pfahlbauten entstanden. Auch aus der Römerzeit sind Siedlungsspuren und ein Friedhof bekannt. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1286 unter dem Namen Chevroth, der sich vermutlich von der Ziegenzucht ableitet. Im Mittelalter gehörte Chevroux zur Herrschaft Grandcour, später vorübergehend zu Vaumarcus. Nach der bernischen Eroberung der Waadt wurde das Dorf Teil der Vogtei Avenches. Im 18. Jahrhundert erlebte Chevroux durch eine Indiennemanufaktur und die Leinwandmalerei eine wirtschaftliche Blütezeit.
Heute ist Chevroux vor allem als Erholungsort bekannt, mit einem Campingplatz und zahlreichen Ferienhäusern in Seenähe. Ein Sportbootshafen mit über tausend Liegeplätzen zieht Wassersportler an. Die reformierte Kirche Saint-Jean-Baptiste aus dem 15. Jahrhundert und ein hölzerner Speicher prägen das Ortsbild. Einige Bauernhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert erinnern an die landwirtschaftliche Vergangenheit. Der Schriftsteller William Thomi stammt aus Chevroux.