Churwalden liegt im Kanton Graubünden, eingebettet im Churwaldnertal, etwa acht Kilometer südlich der Kantonshauptstadt Chur. Das Tal wird von der Rabiosa durchflossen, einem Nebenfluss der Plessur, der durch eine enge Schlucht talabwärts rauscht. Die Gemeinde erstreckt sich von tiefen Lagen um 630 Meter bis zu den Gipfeln der Stätzerhorn- und Rothornkette, wo sie Höhen von über 2500 Metern erreicht. Zu Churwalden gehören das gleichnamige Dorf, mehrere Weiler wie Stettli und Pradaschier sowie Einzelgehöfte und Maiensässe. Nachbarorte sind unter anderem Chur und Vaz/Obervaz.
Die Geschichte Churwaldens beginnt mit der Gründung eines Prämonstratenserklosters um 1150 durch die Freiherren von Vaz, das 1149 erstmals urkundlich erwähnt wird. Das Kloster prägte über Jahrhunderte das Tal, bis es in der Reformationszeit seine Güter verlor und die Klosterkirche fortan von beiden Konfessionen genutzt wurde. Die weltliche Herrschaft wechselte von den Vazern zu den Toggenburgern und schließlich zu Habsburg, bevor Churwalden 1649 die Unabhängigkeit von Österreich erlangte. Wirtschaftlich spielte neben der Landwirtschaft lange der Passverkehr über die Lenzerheide eine wichtige Rolle.
Heute ist Churwalden vor allem als Luftkurort und Wintersportort bekannt. Die ehemalige Klosterkirche St. Maria und Michael, eine spätgotische Anlage mit historischem Flügelaltar, und die moderne reformierte Kirche prägen das Ortsbild. Die Region bietet ganzjährig Freizeitmöglichkeiten wie Rodelbahnen, Seilparks und Wanderwege. Zudem beherbergt sie Bildungseinrichtungen wie die Swiss School of Tourism und ein Mineralwasserunternehmen in Passugg.