Cochem liegt versteckt im engen Moseltal, wo die Untermosel sich in scharfen Windungen durch Fels und Wald schlängelt. Die Stadt breitet sich auf etwa 85 Metern Höhe aus, während die umliegenden Höhen von Eifel und Hunsrück fast 300 Meter erreichen. Am linken Ufer der Mosel liegen das Zentrum und der Stadtteil Sehl, am rechten Ufer Cond. Die Landschaft wird von tief eingeschnittenen Seitentälern geprägt, die von Bächen wie dem Endertbach durchzogen werden.
Erste Spuren einer Besiedlung reichen bis in keltische und römische Zeiten zurück. Im Jahr 866 wird der Ort erstmals urkundlich als Cuchuma erwähnt. Cochem gehörte lange zum kurtrierischen Territorium, bis es 1794 von französischen Truppen besetzt wurde. Die Stadt erhielt 1332 Stadtrechte und wurde durch eine Pestepidemie sowie Kriege immer wieder heimgesucht. Nach der Zerstörung durch Truppen Ludwigs XIV. und im Zweiten Weltkrieg wurde sie jeweils wiederaufgebaut.
Die Reichsburg thront weithin sichtbar über der Stadt und ist ein Wahrzeichen Cochems. Weitere historische Bauwerke wie das Enderttor und das Balduinstor zeugen von der mittelalterlichen Vergangenheit. Die Skagerrak-Brücke verbindet seit 1927 die Stadtteile Cond und Sehl mit dem Zentrum. Jährlich zieht die malerische Lage mit ihren Weinbergen und dem Fluss Besucher an, während die Partnerschaften mit Städten in Frankreich, Belgien und China die internationale Ausstrahlung unterstreichen.