Coimbra liegt im Zentrum Portugals am Fluss Mondego, der kurz darauf in den Atlantik mündet. Die Stadt erstreckt sich teils links, teils rechts des Flusses und steigt an einem Hang empor, dessen höchster Punkt vom Uhrturm der alten Universität markiert wird. Von dort blickt man auf bewaldete Bergzüge wie die Serra do Buçaco und die Serra da Lousã, die zu den Ausläufern des Iberischen Scheidegebirges gehören.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in keltische Zeit zurück, doch ihre prägende römische Phase begann mit der Gründung von Aeminium. Als wichtiger Knotenpunkt auf der Straße von Lissabon nach Braga entwickelte sie sich zu einem bedeutenden Ort, dessen Spuren sich noch heute im Aquädukt und in der Kryptoportikus unter dem Museu Machado de Castro finden. Nach der Zerstörung Conimbrigas übernahm Aeminium den Namen und die Funktion als Bischofssitz, bis die Mauren die Stadt eroberten. Nach wechselvoller Geschichte unter maurischer und christlicher Herrschaft wurde Coimbra 1139 zur zweiten Hauptstadt Portugals und blieb es bis 1256, bevor Lissabon diese Rolle übernahm.
Heute ist Coimbra vor allem als Universitätsstadt bekannt, deren älteste Hochschule des Landes seit 1290 besteht und zum Weltkulturerbe zählt. Die lebendige Studentenkultur prägt das Stadtbild, etwa in den traditionellen Wohnheimen der Republicas. Historische Bauwerke wie die Universität mit ihrem berühmten Uhrturm und das Museu Machado de Castro zeugen von der reichen Vergangenheit. Die Stadt verbindet damit kulturelle Strahlkraft mit einer malerischen Lage zwischen Fluss und Bergen.