Comillas liegt in der Region Kantabrien an der nördlichen Küste Spaniens, etwa vierzig Kilometer westlich von Santander. Die Gemeinde umfasst neben dem Hauptort mehrere Dörfer wie La Rabia oder Rubárcena und erstreckt sich in einer hügeligen Landschaft nahe der Meeresküste.
Ursprünglich prägten Fischerei und Landwirtschaft das Leben der Bewohner, doch im Laufe der Zeit verlagerte sich der Schwerpunkt hin zu Tourismus und Dienstleistungen. Berühmt wurde der Ort als Rückzugsort für König Alfons XII. und wohlhabende Adlige aus verschiedenen spanischen Städten. Ein besonderes Verdienst daran hatte die Familie des ersten Marques de Comillas, die mit elektrischer Straßenbeleuchtung eine technische Pionierleistung einführte.
Heute ist Comillas vor allem für seine prächtigen Bauwerke aus dem späten Historismus und frühen Modernisme bekannt. Dazu zählen der Palacio de Sobrellano, das Grabmal Panteón de Sobranello mit Werken Gaudís oder die farbenfrohe Villa Quijano, auch „El Capricho“ genannt. Die Päpstliche Universität Comillas geht auf eine Stiftung des Marques zurück, während die Höhle La Meaza archäologische Funde aus der Steinzeit birgt.