Cork liegt im Süden Irlands auf einer Insel in der Mündung des River Lee. Der Name Corcaigh bedeutet Marschland, was auf die feuchten Niederungen der Umgebung verweist. Als zweitgrößte Stadt der Republik Irland ist sie ein bedeutendes kulturelles und wirtschaftliches Zentrum, in dem auch der europäische Hauptsitz von Apple angesiedelt ist.
Die Stadt blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Ein Kloster soll bereits im 6. oder 7. Jahrhundert durch den heiligen Finbarr gegründet worden sein. Wikinger richteten hier im 9. Jahrhundert einen Handelsposten ein, bevor die Normannen im 12. Jahrhundert die Herrschaft übernahmen. Im Mittelalter prägten wohlhabende Kaufleute den Handel mit Wolle und Häuten, während die Stadt als „Rebel City“ durch ihre Auflehnung gegen die englische Krone bekannt wurde.
Heute prägen georgianische Bauwerke wie die Christ Church und das Custom House das Stadtbild. Der Hafen und die historische Verbindung zu französischen Hugenotten, die im 18. Jahrhundert einwanderten, hinterließen Spuren in Straßennamen und Architektur. Corks Rolle als Auswanderungshafen und Zentrum des irischen Nationalismus im 20. Jahrhundert machen es zu einem Ort mit lebendiger Vergangenheit und europäischer Ausstrahlung.