Coventry liegt im Herzen der englischen West Midlands, fernab der Küste und umgeben von einer von der Industrie geprägten Landschaft. Die Stadt ist etwa 150 Kilometer von London entfernt und bildet mit Birmingham eine der wichtigsten Metropolen des Landes. Als eine der am weitesten landeinwärts gelegenen Großstädte Großbritanniens hat sie sich trotz ihrer Binnenlage zu einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt entwickelt.
Ihre Anfänge reichen ins 11. Jahrhundert zurück, als Leofric, Earl of Mercia, eine Benediktinerabtei gründete, die später zum geistlichen Zentrum der Region wurde. Die Legende von Lady Godiva, die nackt durch die Stadt ritt, um gegen übermäßige Steuern zu protestieren, prägte den Ruf Coventrys. Im Mittelalter blühte die Stadt als Zentrum des Tuchhandels auf und erhielt früh Stadtrechte. Später wurde sie zu einem wichtigen Standort der Uhren- und Fahrzeugindustrie, bevor sie im Zweiten Weltkrieg durch deutsche Bombenangriffe fast vollständig zerstört wurde.
Heute ist Coventry vor allem für ihre Kathedralen bekannt: Die mittelalterliche Ruine der alten Kathedrale und die moderne, daneben erbaute Kirche bilden ein markantes Ensemble. Das Nagelkreuz von Coventry, aus Trümmern der alten Kathedrale geschmiedet, steht weltweit für Versöhnung. Die Stadt pflegt enge Partnerschaften mit Dresden und Kiel und setzt sich für Frieden ein. Mit der University of Warwick und der Coventry University beherbergt sie zwei bedeutende Hochschulen, während die Innenstadt mit ihrer Betonarchitektur der Nachkriegszeit und neueren Umgestaltungen ein ungewöhnliches Stadtbild bietet.