Crema liegt in der Lombardei, etwa 40 Kilometer südöstlich von Mailand, und gehört zur Provinz Cremona. Die Stadt ist Sitz eines katholischen Bistums und erstreckt sich in einer flachen Landschaft, die von fruchtbaren Feldern geprägt ist. Neben dem historischen Zentrum zählen mehrere Ortsteile wie Santa Maria dei Mosi und Santo Stefano in Vairano zum Gemeindegebiet.
Die Stadt blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Anfangs unter der Verwaltung der Bischöfe von Cremona stehend, verbündete sie sich später mit Mailand gegen ihren Nachbarn. Im 12. Jahrhundert wurde sie von Friedrich I. Barbarossa erobert und zerstört. Von 1449 bis 1797 stand Crema unter venezianischer Herrschaft, was ihre kulturelle Prägung nachhaltig beeinflusste.
Crema ist bekannt für seine historischen Bauwerke, darunter der gotische Dom Santa Maria Assunta und das Renaissance-Rathaus mit seinem markanten Turm. Die Stadt feiert jedes Jahr im September das Bertolinafest, bei dem der gleichnamige Kuchen im Mittelpunkt steht. Auch die Spongarda und die Treccia d’oro sind lokale Spezialitäten. Der Film „Call Me by Your Name“ brachte Crema vorübergehend mehr Aufmerksamkeit ein. Berühmte Persönlichkeiten wie der Komponist Francesco Cavalli oder der Journalist Giuseppe Severgnini stammen aus der Stadt.