Créteil liegt im Südosten der Pariser Banlieue, elf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, direkt an der Marne. Im Südwesten des Stadtgebiets erstreckt sich der künstlich angelegte Lac de Créteil, der von einem großen Park mit Freizeitangeboten umgeben ist. Die Stadt ist Präfektur des Départements Val-de-Marne und Sitz eines römisch-katholischen Bistums sowie Standort des Hauptcampus der Universität Paris XII.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit, etwa durch einen neolithischen Schleifstein. Im 14. Jahrhundert entstand ein historisches Taubenhaus, das heute unter Denkmalschutz steht. Die Stadt entwickelte sich vor allem als Vorort von Paris, wobei die Anbindung an das Verkehrsnetz eine zentrale Rolle spielte. Heute ist Créteil durch Métro, RER und Buslinien gut erschlossen und wird seit 2025 auch von der Seilbahn Câble 1 bedient.
Besondere Bauwerke wie die Kathedrale Notre-Dame de Créteil, der Justizpalast und das Château des Mèches prägen das Stadtbild. Das Kunst- und Kulturzentrum Maison des Arts de Créteil fördert lokale und internationale Kunst. Ein jährlich stattfindendes Frauenfilmfestival bereichert das kulturelle Leben. Ein Mahnmal erinnert an Widerstand und Deportation während des Zweiten Weltkriegs.