Dassel liegt im Süden Niedersachsens, eingebettet zwischen dem Solling im Westen und den Amtsbergen im Osten. Der Ort wird von zwei Bächen durchzogen, die nahe der Stadt in die Ilme münden. Die umliegenden Höhenzüge aus Buntsandstein und Kalk prägen das Landschaftsbild, während im Stadtgebiet selbst fruchtbare Lössböden vorherrschen. Fast zwei Drittel des Gemeindegebiets werden landwirtschaftlich genutzt, während Wälder etwa ein Viertel einnehmen.
Erstmals als Hof Dassila erwähnt, entwickelte sich der Ort im Frühmittelalter zu einem bedeutenden Kirchort. Die Grafen von Dassel machten ihn im 12. Jahrhundert zu ihrem Stammsitz, doch ihr Niedergang führte zur Übernahme durch das Bistum Hildesheim. Die Verleihung des Stadtrechts 1315 sollte die strategisch wichtige Exklave militärisch sichern. Mehrfach von Bränden und Kriegen heimgesucht, wechselte Dassel im Laufe der Jahrhunderte mehrfach die Herrschaft, bis es schließlich Teil des Königreichs Hannover wurde.
Die Stadt bewahrt Spuren ihrer bewegten Geschichte, darunter die romanische St. Laurentius-Kirche und die Ruinen der Burg Hunnesrück. Prägend war auch die Eisenhütte des Bischofs von Brabeck aus dem 17. Jahrhundert. Heute ist Dassel als Grundzentrum bekannt, umgeben von ausgedehnten Wäldern und Weidelandschaften, die zum Wandern einladen.