Debrecen liegt im Osten Ungarns, etwa dreißig Kilometer von der rumänischen Grenze entfernt. Die Stadt breitet sich auf einer Fläche von über vierzigtausend Hektar aus und zählt zu den größten des Landes. Ihre Bewohner nennen sich noch heute nach alter Tradition „Civis“.
Erstmals taucht der Name Debrezun im frühen Mittelalter auf, als sich mehrere Siedlungen zur heutigen Stadt vereinten. Im vierzehnten Jahrhundert erhielt Debrecen das Recht einer Marktstadt und entwickelte sich zu einem wichtigen Handelsplatz, der Verbindungen bis nach Wien und Polen unterhielt. Besonders der Viehhandel und das Handwerk prägten das wirtschaftliche Leben. Später wurde die Stadt zum Zentrum des Calvinismus in Ungarn, nachdem sie sich früh der Reformation angeschlossen hatte.
Heute ist Debrecen eine lebendige Universitätsstadt mit einer großen medizinischen Fakultät, die internationale Studierende anzieht. Die Sommeruniversität lockt jedes Jahr Besucher an, die hier Sprachkurse und Erholung verbinden. Im Stadtwald, der einst als Erholungsgebiet entstand, liegt die Universität. Historisch bedeutsam sind die Reformierte Große Kirche und das Csokonai-Theater. Die Straßenbahnlinien verbinden die Stadtteile, während der Flughafen internationale Verbindungen bietet.