Dechtice liegt im westlichen Teil der Slowakei, eingebettet in sanfte Hügel, die zum Donauhügelland zählen. Die Gemeinde wird vom Flüsschen Blava durchzogen, das sich durch das Hügelland der Kleinen Karpaten schlängelt. Das Ortszentrum befindet sich auf etwa 186 Metern Höhe, während die Stadt Trnava etwa 20 Kilometer südlich liegt.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1258 unter dem Namen Degce. Lange Zeit gehörte er zum Herrschaftsbereich der Burg Dobrá Voda. Im 16. Jahrhundert entwickelte sich Dechtice zu einem kleinen Städtchen. Die Lage am Fluss Blava teilte das Gebiet in zwei ungarische Komitate: den größeren Teil im Komitat Pressburg und den kleineren im Komitat Neutra. Die Bewohner lebten vor allem von Landwirtschaft, Weinbau, Töpferei und der Herstellung von Fässern, eine Tradition, die auf die Ansiedlung der Habaner zurückgeht.
Besonders sehenswert sind die Allerheiligenkirche aus dem 12. Jahrhundert, die ursprünglich als romanische Rotunde entstand und später um einen Turm erweitert wurde. Die Pfarrkirche St. Katharina stammt aus dem 14. Jahrhundert, wurde gotisch erbaut und später barock umgestaltet. Westlich des Ortes, in den Kleinen Karpaten, finden sich die Ruinen des ehemaligen Franziskanerklosters Katarínka. Es wurde 1618 gegründet, nachdem der Graf Christoph Erdődy eine mystische Begegnung mit der Heiligen Katharina erlebt haben soll. 1786 wurde das Kloster aufgelöst und verfiel seitdem.